Japan hat seine eigene Küche. Damit meine ich natürlich eigene Rezepte, die uns oft recht fremd sind. Auch bei uns ist das japanische Essen inzwischen weit verbreitet. Japanische Restaurants sind immer öfters in unseren Städten zu finden. In meiner Umgebung betreiben kaum „echte“ Japaner diese Restaurants. Dennoch bieten sie die bekannteren japanischen Gerichte an.
Ein Rezept scheint in keinem dieser Restaurants zu fehlen. Die Miso-Suppe ist überall auf der Speisekarte. Was ist die Miso-Suppe? Für mich ist sie eine japanische Instant-Suppe. Sie ist leicht vorzubereiten und kann schnell gekocht werden. Ich beschreibe hier die Basis-Suppe, die mit vielen weiteren Zutaten angereichert werden kann. Das perfekte Einsteigergericht
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Was benötigen wir?
- 4 EL Miso-Paste
(je nach Geschmack helle oder mittelstark gefärbte Sojabohnenpaste)
- 1 l Dashi
- 4 Frühlingszwiebeln
- 50 g Seidentofu, gewürfelt
Alle Zutaten müssten Sie in den Asia-Läden Ihrer Umgebung finden.
Zur Verwirrung könnte der Liter Dashi führen. Dashi gibt es oft als Instant-Pulver zu kaufen. Genauer wird es „Kombu no tsuke Dashi“ genannt. Kombu ist der Riementang. Eine unverzichtbare Zutat in der japanischen Küche.
Ohne Instant-Pulver wird der Liter Dashi mit einem Stück postkartengroßem Kombu und einem Liter Wasser zubereitet. Einfach den Kombu an einigen Stellen einreißen, in das Wasser geben und zwei Stunden stehen lassen. Fertig ist das Dashi. Es muss nicht gekocht werden.
Ich fand unter der Webadresse http://www.effilee.de/wissen/Dashi.html eine weitere Variante um Dashi herzustellen. Meine vorher beschriebene Methode stammt aus einem Japankochbuch, das von einer Japanerin geschrieben worden ist. Leider ist mir nicht klar, welche der Methoden im japanischen Alltag mehr Anwendung findet. Die Bezeichnung Kombu für den Riementang ist ebenfalls aus dem Kochbuch.
Dashi schmeckt und riecht nach Tang. Nicht jeder findet das angenehm. Dem vegetarischem Dashi können noch Bonitoflocken, das sind hauchdünne Flocken aus getrocknetem Fisch (fand ich bisher nicht in meiner Umgebung), zugegeben werden.
Der Rest ist einfach. Die Dashi-Brühe erhitzen. Die Brühe darf nicht kochen, da sie sonst an Geschmack verliert. Tofu dazu geben. Zwei Minuten lang köcheln lassen. Die Miso-Paste in der Dashi-Brühe auflösen. Frühlingszwiebeln hinzufügen und heiß servieren.
Je nach Geschmack kann man weitere Zutaten wie Pilze, Karotten, Kohl, Kartoffeln usw. hinzugeben. Es darf auch mit Fleisch oder Fisch experimentiert werden.
Ich wünsche einen guten Appetit
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Nachtrag 1:
Eine Frau in einem Asia-Imbiß erzählte mir, dass sie die Miso-Suppe ohne Dashi nur mit Wasser zubereiten würde. Etwas Kombu käme jedoch zum Schluss in die Miso-Brühe hinein.
Nachtrag 2:
Es gibt verschiedene Arten von Dashi: http://www.bob-an.com/recipe/dailyjc/hints/dashi/dashi.html
Insgesamt finde ich die Webseite http://www.bob-an.com/recipe/English/index_e.html für ambitionierte Köche empfehlenswert.