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Religion und Japan

In Japan gibt es keine offizielle Staatsreligion. Vielmehr gibt es zwei Hauptreligionen, die sich durch die Geschichte Japans in der Bevölkerung eine breite Anhängerschaft sicherten. Dabei stehen sich die beiden Religionen Shintuismus und Buddhismus nicht als Konkurrenten gegenüber. Vielmehr ergänzen sie sich. Viele Japaner folgen beiden Pfaden. Aus der Sicht der beiden Glaubensgrundsätze besteht kein Widerspruch in dieser Praxis.

Es ist hilfreich sich mit den Religionen Japans zu beschäftigen. Wie bei uns in Deutschland das Christentum das Zusammenleben der Menschen prägte, übten Shintuismus und Buddhismus ihren Einfluss auf die japanische Gesellschaft spürbar aus. So manche gesellschaftlichen Tendenzen, Gebräuche, Geisteshaltungen, etc. werden einem danach zugänglicher erscheinen.

Visual Novel

Auf der Suche nach weiteren japanischen Medien fand ich eine Erzählform, die mir aus meiner Zeit mit dem Homecomputer Amiga vertraut ist. Diese setzte sich in Deutschland nicht durch und verschwand nach ein paar Anläufen vom Markt.
In Japan hatte sie mehr Erfolg. Sie scheint bis in die Gegenwart ihre Fans zu begeistern. Die Visual Novels bringen die Mangas unterstützt durch visuelle Effekte und Audio in elektronischer Form auf den Computer.

Viele dieser Geschichten werden kostenfrei angeboten. Es gibt eine rege Szene enthusiastisch Interessierter, die entweder japanische Visual Novels übersetzen oder selbst eigene Geschichten verfassen.
Wer auf den Geschmack kommt kann mit entsprechenden Autorenwerkzeugen eigene digitale Erzählungen, Dating Sims und Ähnliches erstellen.

Hier ein paar Links dazu:

Sowie es Internet-Radiosender gibt, findet man auch entsprechende Fernsehsender, die über das Internet zugänglich sind.

Natürlich geben sie nur einen kleinen Einblick in die japanische Gesellschaft. Es werden leichte Unterhaltungsshows, Musiksender, Werbefernsehen, WebCam ähnliche Inhalte und Nachrichten angeboten. Eine Zeit lang war ein recht guter japanischer Anime-Sender zugänglich, der sein Programm über Internet sendete. Wie bei vielen freien Inhalten kann sich das das Angebot von Tag zu Tag ändern. Die Qualität ist unterschiedlich.
Das komplette Spektrum der japanischen Fernsehmedien wird nicht abgedeckt. Die Angebote sehen zum Teil sehr impovisiert aus. Dennoch ist es eine weitere Möglichkeit sich mit der japanischen Gegenwartssprache zu beschäftigen.

Es ist unter Umständen nicht leicht einen Japaner zu finden um sein Gehör an der japanischen Sprache zu trainieren. So kam es, dass ich mir Alternativen suchte. Alle meine Versuche mit einem Weltempfänger aus Gersthofen bis nach Japan zu hören schlugen fehl. Japanische DVDs und Übungs-CDs sind zum Üben gut, doch es fehlt ihnen an Abwechslung.  Ich wollte etwas weiter gehen. Lebendig gesprochene Gegenwartssprache war mein Ziel.

Das Internet erwies sich wieder einmal mehr als nützlicher Helfer. Mit ein paar Suchanfragen konnte ich sehr schnell einige japanische Internet-Radiosender ausfindig machen, die mir meinen Wunsch kostenfrei erfüllten.

Folgende Links führen zu entsprechenden Linklisten:

Miso-Suppe

Japan hat seine eigene Küche. Damit meine ich natürlich eigene Rezepte, die uns oft recht fremd sind. Auch bei uns ist das japanische Essen inzwischen weit verbreitet. Japanische Restaurants sind immer öfters in unseren Städten zu finden. In meiner Umgebung betreiben kaum „echte“ Japaner diese Restaurants. Dennoch bieten sie die bekannteren japanischen Gerichte an.
Ein Rezept scheint in keinem dieser Restaurants zu fehlen. Die Miso-Suppe ist überall auf der Speisekarte. Was ist die Miso-Suppe? Für mich ist sie eine japanische Instant-Suppe. Sie ist leicht vorzubereiten und kann schnell gekocht werden. Ich beschreibe hier die Basis-Suppe, die mit vielen weiteren Zutaten angereichert werden kann. Das perfekte Einsteigergericht :) .

Was benötigen wir?

  • 4 EL Miso-Paste
    (je nach Geschmack helle oder mittelstark gefärbte Sojabohnenpaste)
  • 1 l Dashi
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 50 g Seidentofu, gewürfelt

Alle Zutaten müssten Sie in den Asia-Läden Ihrer Umgebung finden.

Zur Verwirrung könnte der Liter Dashi führen. Dashi gibt es oft als Instant-Pulver zu kaufen. Genauer wird es „Kombu no tsuke Dashi“ genannt. Kombu ist der Riementang. Eine unverzichtbare Zutat in der japanischen Küche.
Ohne Instant-Pulver wird der Liter Dashi mit einem Stück postkartengroßem Kombu und einem Liter Wasser zubereitet. Einfach den Kombu an einigen Stellen einreißen, in das Wasser geben und zwei Stunden stehen lassen. Fertig ist das Dashi. Es muss nicht gekocht werden.
Ich fand unter der Webadresse http://www.effilee.de/wissen/Dashi.html eine weitere Variante um Dashi herzustellen. Meine vorher beschriebene Methode stammt aus einem Japankochbuch, das von einer Japanerin geschrieben worden ist. Leider ist mir nicht klar, welche der Methoden im japanischen Alltag mehr Anwendung findet. Die Bezeichnung Kombu für den Riementang ist ebenfalls aus dem Kochbuch.
Dashi schmeckt und riecht nach Tang. Nicht jeder findet das angenehm. Dem vegetarischem Dashi können noch Bonitoflocken, das sind hauchdünne Flocken aus getrocknetem Fisch (fand ich bisher nicht in meiner Umgebung), zugegeben werden.

Der Rest ist einfach. Die Dashi-Brühe erhitzen. Die Brühe darf nicht kochen, da sie sonst an Geschmack verliert. Tofu dazu geben. Zwei Minuten lang köcheln lassen. Die Miso-Paste in der Dashi-Brühe auflösen. Frühlingszwiebeln hinzufügen und heiß servieren.

Je nach Geschmack kann man weitere Zutaten wie Pilze, Karotten, Kohl, Kartoffeln usw. hinzugeben. Es darf auch mit Fleisch oder Fisch experimentiert werden.

Ich wünsche einen guten Appetit :) .

Nachtrag 1:
Eine Frau in einem Asia-Imbiß erzählte mir, dass sie die Miso-Suppe ohne Dashi nur mit Wasser zubereiten würde. Etwas Kombu käme jedoch zum Schluss in die Miso-Brühe hinein.

Nachtrag 2:
Es gibt verschiedene Arten von Dashi: http://www.bob-an.com/recipe/dailyjc/hints/dashi/dashi.html
Insgesamt finde ich die Webseite http://www.bob-an.com/recipe/English/index_e.html für ambitionierte Köche empfehlenswert.

Japanisches Schach

Jeder kennt Schach. Manche kennen das chinesische Schach XiangQi. Doch wer kennt Shogi, das japanische Schach? Ich suchte nach Karten- und Brettspielen, die schon längere Zeit in Japan gespielt werden. Spiele mit einer gewissen Tradition ähnlich wie Dame, Mühle, Schach, Rommé, Canasta usw.

Jede Kultur hat ihre Spiele.

Hier sind ein paar Links für die Interessierten an Shogi:

Am Wochenende waren ein befreundetes Paar und ich in München. Zwischen dem Besuch einer Kunstausstellung und eines Kinos fanden wir zufällig im Vorbeilaufen einen japanischen Schnellimbiss. Kurzentschlossen probierten wir gespannt zwei der angebotenen Suppen, „tamago udon“ und „tempura soba“, aus. Die Kundschaft kann, wie in Japan häufig zu sehen ist, im Schnellimbiss Sasou (さそう) die Gerichte als Kunstoffnachbildung vor der Bestellung in der Auslage bestaunen. Das kam zumindest mir sehr gelegen. Wer mit den japanischen Namen der einzelnen Gerichte nichts anzufangen weiß, wäre ansonsten etwas ratlos mit der Einschätzung, was nach der Bestellung auf dem Tisch kommt. Meine Freunde waren weniger ratlos. Sie reisten erst vor Kurzem für zwei Monate nach Tokyo und konnten daher auch ein Urteil darüber abgeben, wie nah der Geschmack des servierten Essens an der japanischen Schnellimbissküche liegt. Kurzum die zwei Suppen standen den Originalen in nichts nach.

Zum selber Testen folgt hier der Link: http://www.sasou.de/

Wir wünschen einen guten Appetit :) .

Hiragana und Katakana

Wie ich befürchtete stehe ich an einem neuen Anfang und frage mich, was wäre als erster Blog-Eintrag geeignet. Ich wählte nach einigen Überlegungen Hiragana und Katakana. Meiner Meinung nach ist es Grundvorraussetzung und auch erster Prüfstein für alle, die es etwas ernster mit dem Interesse an Japan nehmen.
Es gibt viel Literatur über Japan, die uns ohne die Kenntnis des japanischen Schriftsystems die Kultur Japans näher bringen. Es ist insofern nicht notwendig sich mit Hiragana, Katakana und später Kanji zu beschäftigen. Warum nehme ich an, dass es eine Grundvorraussetzung für den ernsthaft Interessierten sei?
Ich bin der Meinung, dass das Erlernen der Sprache notwendig für das Verstehen einer Kultur ist. Wer die Sprache ignoriert verschließt sich einer riesigen Quelle an Informationen. Informationen, die direkt aus dem Kulturkreis stammen. Die Sprache ist ein wichtiger Teil der Kultur. Leben, Denken, Literatur und viele andere Bezüge werden durch die Sprache geprägt. Früher oder später werden sich Begeisterte mehr oder weniger damit beschäftigen wollen.
Zur Sprache gehört die Schrift. Die japanische Schrift ist eine Herausforderung für uns Westeuropäer. Die Japaner haben im Laufe ihrer Geschichte gleich drei miteinander verwendete Schriftzeichenarten entwickelt. Die Hiragana, die Katakana und die aus den chinesischen Schriftzeichen übernommenen Kanji. Zudem wird an den japanischen Schulen Romanji, unsere arabischen Schriftzeichen, gelehrt.
Die japanischen Kinder werden sehr früh an ihre Schrift herangeführt. Lehr- und Übungshefte gibt es ab dem 3. Lebensjahr.

Es gibt eine Menge von Webseiten, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Für das Erlernen von Hiragana und Katakana braucht man sich nach eigener Erfahrung keine Unterrichtsmaterialien kaufen. Ein Stift und etwas Papier mit etwas Zeit für die regelmäßigen Wiederholungen der Zeichen reichen aus. Ich will hier ein paar Links auflisten, die als erste Orientierung für Interessierte an dem japanischen Schriftsystem dienen sollen:

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